Allgemeine Beschreibung des Stellrahmens für die Installation von Außenschreinere
Der Stellrahmen verfolgt eine einfachere Methode zur Montage von Außenschreinerei in einer Fassade und wurde so entwickelt, dass er die Installation der Außenschreinerei erleichtert (auch ergonomisch), die Qualität des Bauanschlusses verbessert und den gesamten Prozess beschleunigt.
Der Stellrahmen ist als robustes und langlebiges Einbaumodul für die Installation von Außenschreinerei, wie Fenstern und Türen, konzipiert. Er besteht daher aus hochwertigem Trägermaterial, wie zum Beispiel Multiplexholz, und wurde entwickelt, um eine stabile und zuverlässige Unterstützung für die Außenschreinerei in der Konstruktion zu bieten. Der Stellrahmen muss allen geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen und während des Gebrauchs sicher und stabil sein.
Der Stellrahmen ist mit einer UV-stabilen Anschlagleiste und einem Dichtungsprofil ausgestattet, an das das Fensterprofil nach der Installation gedrückt wird, um eine langlebige Wind- und Wasserdichte Verbindung zwischen dem Stellrahmen und der Außenschreinerei zu gewährleisten (mindestens 600Pa gemäß EN1027). Die Anschlagleiste verschwindet schließlich hinter dem Mauerwerk oder der Fassadenverkleidung, ermöglicht jedoch die genaue Position der Außenschreinerei in der Fassade zu bestimmen.
Der Stellrahmen ermöglicht die Verbindung der Fassadenverkleidung mit Außenputz (WDVS), ohne dass die Außenschreinerei bereits installiert wurde. Andererseits ermöglicht der Stellrahmen auch, dass Außenschreinerei nach der Installation problemlos entfernt und/oder ersetzt werden kann, ohne das Außenputzwerk zu beschädigen und mit der vollständigen Erhaltung des Bauanschlusses.
Der Stellrahmen muss aus hochwertigem Material gefertigt werden, mindestens Multiplex mit einer Dicke von 24 mm oder gleichwertigem Material. Das Material des Stellrahmens muss ausreichende Beständigkeit gegenüber Schimmel und Insekten aufweisen oder einer Haltbarkeitsbehandlung unterzogen worden sein.
Das Holz muss der Nutzungs- und Haltbarkeitsklasse entsprechen, die für den Einsatz in einer feuchten Außenumgebung während der gesamten Rohbauphase sowie später in einer feuchten Außenumgebung erforderlich ist. Die Abmessungen des Stellrahmens müssen an die Maße der Außenschreinerei angepasst werden.
Die Verbindungen des Stellrahmens müssen vollständig verleimt sein mit geeigneten Klebstoffen, die den Klassen D3 oder D4 entsprechen, feuchtigkeitsbeständig sind und keine Feuchtigkeitsmigration verursachen. Darüber hinaus werden die Verbindungen durch den Einsatz von mechanischen Befestigungselementen verstärkt. Wenn bei großen Fenstergrößen mehrere Platten miteinander verbunden werden müssen, müssen auch die Fugen zwischen den Platten immer voll verleimt werden, um Wasserinfiltration zu verhindern.
Der Stellrahmen wird zur Genehmigung dem Designer vorgelegt. Stahl und das technische Datenblatt sind zur Genehmigung dem Architekten und der Bauleitung vorzulegen.
Der Stellrahmen muss so konzipiert sein, dass er den Einbau von Außenschreinereiwährend des Bauprozesses sowie nach einer längeren Zeit (z. B. bei einer Renovierung) ermöglicht, sodass die Außenschreinerei wiederverwendet werden kann.
Es muss möglich sein, die Außenschreinerei so zu ersetzen, dass es nicht erforderlich ist, die Außenschreinerei zu beschädigen, die Bauanschlüsse zu demontieren oder zu beschädigen, sodass der Stellrahmen, die Wind- und Wasserdichtung, sowie die thermische und akustische Isolierung der Fassade intakt bleiben.
Bei einer Fassade mit Außenputz (WDVS) ermöglicht der Stellrahmenzudem den Austausch der Außenschreinerei, ohne dass der Außenputz beschädigtwird.
Installationsanforderungen
Die Installation des Stellrahmens und die wind- und wasserdichte Abdichtung erfolgen vor der Anbringung der Dämmung im Hohlraum und dem Errichten der Außenschale. Danach kann die Außenschreinerei im Stellrahmen montiert werden. Dies kann sowohlvor als auch nach der Ausführung der Außenschale erfolgen.
Die Installation des Stellrahmens und die wind- und wasserdichte Abdichtung erfolgen vor der Anbringung der Dämmung im Hohlraum und dem Errichten der Außenschale. Danach kann die Außenschreinerei im Stellrahmen montiert werden. Dies kann sowohlvor als auch nach der Ausführung der Außenschale erfolgen.
Der Stellrahmen wird in der Fassadenöffnung des Innenmauerwerks verankert, sodass der Stellrahmen und letztendlich die Außenschreinerei von der Fassade getragen werden. Die mechanische Verankerung muss mit den dafürvorgesehenen Schrauben und Dübel gemäß den Herstelleranweisungen erfolgen, um eine maximale Verankerung und Tragfähigkeitzu gewährleisten.
Das Stellsystem muss zudem maximal verhindern, dass sich die Streben und Pfosten des Stellrahmenswährend der Installation verziehen oder verdrehen, sodass der Rahmen maßgeblich für die Fassade und später die korrekte Positionierung der Außenschreinerei verwendet werden kann.
Der Raum zwischen dem Stellrahmen und der Konstruktion, sowie zwischen dem Stellrahmen und der Außenschreinerei, muss über die gesamte Dicke isoliert werden, um den Wärmeverlust auf ein Minimum zu reduzieren.
Außen wird eine UV-beständige, diffusionsoffene, wind-, wasser- und schlagregendichte Abdichtung zwischen dem Stellrahmen und der Konstruktion angebracht. Der Stellrahmen wird dann innen mit einer luftdichten Verbindung zur Rohbauwand versehen.
Bei Außenschreinerei bis auf Bodenhöhe wird auch der Raum zwischen dem Stellrahmen und dem Boden mit einer konstruktiven Isolierung versehen und außen wind- und wasserdicht, sowie innen luft- und dampfdicht bis zum Bodenabschluss mit entsprechenden Membranen und/oder Beschichtungen abgedichtet.
Der Stellrahmen muss so entworfen sein oder mit den notwendigen Hilfsmitteln ausgestattet werden, dass seine Installation so ergonomischwie möglich erfolgt, wobei eine langfristige Belastung der Gliedmaßen des Installateurs (z. B. durch Heben oder das Hängen aus der Fassade) maximal vermieden wird.
Auch die Installation der Außenschreinerei muss anschließend so einfach und schnell wie möglich erfolgen, mit minimaler Belastung für die Gliedmaßen. Das Glas wird daher immer nachträglich eingebaut.
Die Installation des Stellrahmens erfolgt so frühwie möglich im Rohbau und soll wegen einer besseren Sicherheit maximal von innen aus durchgeführt werden. Der Stellrahmen ist daher auch mit den notwendigen Mitteln ausgestattet, um das Herunterfallen aus der Fassadejederzeit zu vermeiden.
Dafürerhält der Installateur folgende Messpunkte, um die Stellrahmen auszurichten:
- Maßpunkt pro Etage
- Ein Mittelpunkt pro Fassadenöffnung
- Kennzeichnung der Position der Außenfassade ander Laibung (L/R), um den Stellrahmendaran auszurichten.
Die genaue Position der Fensterrahmen hängt vom gewählten Material der Außenschreinerei (Holz, PVC, Aluminium), der vorgesehenen Profilbreite und der gewünschten Fassadengestaltung ab. Der Stellrahmen wird somit maßgebend für die Fassadenverkleidung, und die Position der Außenschreinerei ist daher jederzeit genau bekannt.
Die Stellrahmen ermöglichen es, nach der Installation der Außenschreinerei die Laibungen mit einfachzu installieren und entfernbaren Laibungstücken zu verkleiden, die andererseits einen einfachen Anschluss an oder auf den Putz ermöglichen.
Dabei ist der Ausgangspunkt, dass der Verputzer nicht mehr an der Außenschreinerei arbeiten muss, wodurch das Risiko von Beschädigungen auf ein Minimum reduziert wird.
Um eine mögliche Wärmebrücke auszuschließen, müssen die Laibungen des Rahmens weiter über die gesamte Fläche isoliert werden.